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2019-01-21 11:31
von Leon
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Werden Sie ein attraktiver Arbeitgeber

Der Mangel an Fachkräften in Deutschland zeigt, wie wichtig und dringend es ist, als attraktiver Arbeitgeber zu gelten. Deswegen denken Unternehmen darüber nach, wie sie durch Personalmarketing ihre Arbeitgeberattraktivität bei Mitarbeitenden steigern und langfristig aufrechterhalten können.

 

Steigern Sie Ihre Arbeitgeberattraktivität und sichern Sie sich Fachkräfte!

Die Arbeitgeberattraktivität ist kein Buzzword mehr, sondern ein wichtiger Faktor, der den Erfolg eines Unternehmens in Zukunft noch stärker determinieren wird. Unsere darunter folgenden Tipps unterstützen Sie, ein attraktiver Arbeitgeber zu werden.

Wie lautet die Definition von Arbeitgeberattraktivität?

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter mit Freude arbeiten und sichern SIe sich neue Fachkräfte durch eine hohe Arbeitgeberattraktivität
Lassen Sie Ihre Mitarbeiter mit Freude arbeiten und sichern SIe sich neue Fachkräfte durch eine hohe Arbeitgeberattraktivität

Die Attraktivität eines Unternehmens spiegelt sich in subjektiven Wahrnehmungen der Mitarbeiter wider. Diese umfassen Emotionen und Gedanken über eigenen Arbeitgeber, die im Kreis von Arbeitskollegen, Kunden oder Familienangehörigen weitergegeben werden. Hier greift das Prinzip: Je positiver die Wahrnehmung, desto größer ist die Bindung an das Unternehmen und die Bereitschaft, an Bord zu bleiben. Ein attraktiver Arbeitgeber steht für ein angenehmes Arbeitsklima, in dem die Bedürfnisse und Ambitionen der Mitarbeitenden berücksichtigt werden. Zudem fördert er das Selbstvertrauen bei anspruchsvollen Aufgaben und viel Freude an der Arbeit.

Die Attraktivität eines Unternehmens zeigt sich nicht nur in subjektiven Wahrnehmungen der Mitarbeitenden. Ob Unternehmen als attraktive Arbeitgeber überzeugen, wird ebenfalls durch das objektive Verhalten der Mitarbeitenden sichtbar. Grundsätzlich gilt: In Unternehmen, die als attraktiv angesehen werden, nehmen die Innovationskraft und Kundenorientierung die oberste Priorität ein. Die Fehltage aufgrund der Vortäuschung der Arbeitsunfähigkeit kommen viel seltener vor, was eine unternehmensweite Produktivität ankurbeln lässt. Ein attraktiver Arbeitgeber erfreut sich auch großer Beliebtheit, die in eine positive Unternehmensmarke und starke Verkaufszahlen umgewandelt wird.

So steigern Sie Ihre Arbeitgeberattraktivität

Steigern Sie die Arbeitgeberattraktivität auf längere Zeit
Steigern Sie die Arbeitgeberattraktivität auf längere Zeit

Die Arbeitgeberattraktivität entsteht nicht über Nacht. Vielmehr ist sie das Ergebnis einer Employer Branding Strategie sowie konkreter Maßnahmen, die jahrelang konsequenterweise auf allen Unternehmensebenen umgesetzt werden. Die Employer Branding Strategie als fester Bestandteil des Business-Konzeptes bildet damit eine Grundlage für Marketingaktivitäten, die den Aufbau und die Weiterentwicklung einer starken Arbeitgebermarke zum Ziel haben. Wichtig dabei bleibt, dass sie eine Konsistenz mit den strategischen Unternehmenszielen und der Arbeitskultur bewahren. Eine erfolgreiche Employer Branding Strategie umfasst vier Phasen, die lauten:

1. Analyse und Interpretation:
Den Ausgangspunkt für den Aufbau der Arbeitgeberattraktivität stellt eine fundierte Analyse und Interpretation des derzeitigen Niveaus der Attraktivität dar. Ohne dieses Vorwissen ist es unmöglich, eine neue Richtung einzuschlagen. In dieser Phase sind die Mitarbeiterbefragungen über Erwartungen und Bedürfnisse am Arbeitsplatz ausschlaggebend für die Ausarbeitung der Employer Branding Strategie. Ein ehrliches Feedback dient ebenfalls dazu, die Kommunikationskraft einer Arbeitgebermarke unter Beweis zu stellen.

2. Entwicklung von Strategie:
Nachdem ein Überblick über den Status Quo der Arbeitgeberattraktivität verschafft wurde, ist es an der Zeit, die Employer Branding Strategie auszuarbeiten. Ihr oberstes Ziel ist es, Leistungsanreize für die Mitarbeitenden zu schaffen, ihre Effizienz zu erhöhen und dabei motiviert zu halten. Die Employer Value Proposition (EVP) nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein, weil sie als fester Bestandteil der Employer Branding Strategie den richtigen Weg weist. Sie ist zugleich das Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens, durch welches es sich von seinen Konkurrenten differenzieren kann.

3. Strategieimplementierung:
Der Erfolg oder Misserfolg der Employer Value Proposition (EVP) hängt davon ab, ob sie die volle Akzeptanz bei den Mitarbeitenden findet und als attraktiv empfunden wird. Deswegen sollen sich an deren Implementierung alle Teams und Abteilungen gleichermaßen beteiligen, indem sie ihre eigenen Ideen und Verbesserungsvorschläge jederzeit einbringen und miteinander austauschen. Erst dann kann die Arbeitgeberattraktivität zu einem gemeinsamen Projekt heranwaschen, der im Interesse aller Mitarbeitenden ist und das Gefühl der Zugehörigkeit zum Unternehmen stärkt.


Werden Sie attraktiv für neue Mitarbeiter
Werden Sie attraktiv für neue Mitarbeiter

4. Monitoring und Evaluation:
Jede Employer Branding Strategie wird begleitet durch das kontinuierliche Monitoring und die Evaluation der Arbeitgeberattraktivität. Dank dessen kann der Fortschritt überwacht und die Schwachstellen schnell entdeckt werden. Am Wichtigsten ist, dass selbst ein attraktiver Arbeitgeber flexibel und anpassungsfähig bleibt. Mithilfe von agilen Ansätzen kann er auf sich verändernde Bedürfnisse seiner Mitarbeitenden rasch reagieren und seine Employer Value Proposition (EVP) mit neuen Markterfordernissen in Einklang bringen.

Die Employer Branding Strategie ist das Fundament für relevante Marketingaktivitäten, die meist in Abstimmung mit dem Personalmanagement und Brand Management geplant und durchgeführt werden. Weil der Aufbau und die Weiterentwicklung der Arbeitgeberattraktivität bereichsübergreifend erfolgen, sind alle Mitarbeitenden in gewisser Weise zu involvieren. Ein besonderes Augenmerk sollte jedoch talentierten Mitarbeitenden mit Schlüsselkompetenzen sowie den gesamten Teams geschenkt werden. Zu den Maßnahmen, die darauf abzielen, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern, gehören unter anderem:

5. Talentförderung:
Ein attraktiver Arbeitgeber ist dessen bewusst, dass die talentierten Mitarbeitenden viel Aufmerksamkeit erfordern. Sie betrachten ihre Aufgaben nicht als Arbeitspflicht, sondern als eine positive Herausforderung, die als Mittel der Selbsterfüllung gesehen wird. Außerdem wünschen sich die talentierten Mitarbeitenden mehr Selbstverantwortung, Selbstbestimmung und Selbstorganisation, dank derer sie Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Flexibilität miteinander kombinieren können. Die Weiterbildungsmöglichkeiten, flexibles Arbeiten sowie aktive Einbeziehung der talentierten Mitarbeitenden in verantwortungsvolle Tätigkeiten sind nur ein paar Beispiele für die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Gerade diese Möglichkeiten stellen Bewerber bereits im Recruiting in den Mittelpunkt und suchen vor Kontaktaufnahme (z.B. in der Presse oder der Website) nach diesen Details.

6. Teamintegration:
Ein attraktiver Arbeitgeber sorgt dafür, die Mitarbeitermotivation der Arbeitnehmer zu halten. Besonders wichtig erscheint dabei die Teamintegration, dank welcher ein wechselseitiger Austausch von Ideen und Verbesserungsvorschlägen gefördert wird. Die sehr gut integrierten Teams können quer denken, um das Unternehmensziel zu erreichen. Sie sind auch engagierte Botschafter der Arbeitgebermarke, die nach außen kommuniziert wird. Die teamintegrierenden Maßnahmen umfassen Brand-Veranstaltungen, darunter maßgeschneiderte Networking-Events, offene Bürolandschaften für mehr Kreativität sowie agile Organisationsstruktur.

Wie wichtig ist die Arbeitgeberattraktivität?

Gute Arbeitgeberattraktivität verspricht mehr Erfolg
Gute Arbeitgeberattraktivität verspricht mehr Erfolg

Es steht fest: Die Arbeitgeberattraktivität hat einen positiven Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens, seine Konkurrenzfähigkeit und Positionierung auf dem Markt. Zu den unternehmensstrategisch bedeutsamen Bereichen, die auf die Arbeitgeberattraktivität reagieren, zählen primär die Unternehmensleistung, Kundenzufriedenheit, Innnovationskraft sowie Kapitalrentabilität (engl. Return on Investment, kurz: ROI). Die Arbeitgeberattraktivität determiniert ebenfalls die Bildung der Unternehmensmarke, die sich in einer nachhaltigen Kundenbindung und Loyalität widerspiegeln lässt.

Je attraktiver ein Arbeitgeber wahrgenommen wird, desto besser laufen die internen Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies liegt vor allem daran, dass ein attraktiver Arbeitgeber eine reibungslose Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitenden, Teams und den ganzen Abteilungen herstellen und aufrechterhalten kann. Er schafft auch die notwendigen Voraussetzungen dafür, die Fluktuation der Mitarbeitenden wesentlich zu reduzieren. Es lässt sich heute mit Sicherheit sagen, dass die Arbeitgeberattraktivität solche Faktoren wie Leistungsbereitschaft, Motivation, Gesundheit oder auch Kündigungsabsicht beeinflussen kann.

In der Top Job-Trendstudie, die im Jahr 2015 vom Institut für Führung und Personalmanagement an der Universität St. Gallen veröffentlicht wurde, kommen noch zwei wichtige Dimensionen zum Vorschein. Das sind die Geschlechter und Generationen, welche die Arbeitgeberattraktivität unterschiedlich empfinden. Diese Studie weist darauf hin, dass die Frauen und Männer genauso wie die jüngeren und älteren Mitarbeitenden ihre eigenen Prioritäten, Einstellungen und Erwartungen gegenüber ihrem Arbeitgeber vertreten. Zur Sprache kommen diesbezüglich die Mitarbeiterführung, Vereinbarung von Beruf und Privatleben, kontinuierliches Lernen am Arbeitsplatz sowie eine Kultur des Vertrauens.

Laut dieser Studie reagieren die Frauen und die Generation Y sensibler auf ihren Arbeitgeber, indem sie schneller dazu bereit sind, das Unternehmen zu verlassen, wenn es sich als unattraktiv erweist. Darüber hinaus räumen sie einer inspirierenden und gesunden Führung einen höheren Stellenwert ein. Zudem ist der Generation Y kontinuierliches Lernen am Arbeitsplatz sehr wichtig. Demgegenüber setzen die Männer und die Generation X mehr auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie eine Kultur des Vertrauens. Das sind nur ein paar nennenswerte Aspekte, durch welche Arbeitgeber im Kampf um Talente punkten können.

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Der Autor

Ich heiße Leon und bin im Bereich Marketing für Intertours tätig. Ich bin ein dualer Student und beschäftige mich mit Content Marketing.

Mit meinen Blogberichten helfe ich Ihnen Geschäftsreisen und Events, von der Planung bis zum Abschluss, stressfrei und perfekt durchgeplant zu tätigen.

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