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Tipps zur CO2-Kompensation für Ihre Geschäftsreisen

Tipps zur CO2-Kompensation für Ihre Geschäftsreisen

In einer global vernetzten Welt ist es nicht immer vermeidbar eine Geschäftsreise anzutreten. Gerade bei der Geschäftsbeziehung zwischen zwei Unternehmen, B2B (Buisness-to-Buisness) genannt, kommt es vor, dass die Unternehmen ihren Sitz in verschiedenen Städten, Ländern oder sogar Kontinenten haben. Einige Besprechungen lassen sich sicherlich durch Onlinemeetings ersetzen, doch manchmal lässt sich eine persönliche Anwesenheit nur schwer umgehen. Diese Geschäftsreisen, vor allem wenn sie mit dem Flugzeug ausgeführt werden, sind natürlich für das Klima und die Umwelt eine hohe Belastung. Primär sollte darauf geachtet werden, dass solche Reisen auf ein Minimum reduziert werden und nur in dringlichen Angelegenheiten darauf zurückgegriffen wird. Wie soll nun ein Unternehmen, dass sich doch eigentlich für die Umwelt einsetzen will, mit so einem Zwiespalt umgehen? Auf die Reise kann nicht immer verzichtet werden, aber man möchte auch nicht als Umweltsünder dastehen. Für solch eine Zwickmühle gibt es so genannte CO2-Kompensationen. Natürlich sollten diese nicht als Freifahrtschein für Unternehmen gelten. Jeder sollte darauf achten, die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Jedoch bieten die Kompensationen zumindest eine Möglichkeit, der Welt etwas Gutes zurückzugeben. Wie funktioniert eine Kompensation? Ein Unternehmen belastet durch Flüge, Fahrten und Transporte die Umwelt und stößt für diese Aktivitäten eine gewisse Menge an CO2 aus. Diese Emissionen können zwar nicht rückgängig gemacht werden, aber man kann einen Teil des Gewinns in Klimaschutzprojekte investieren, die der Umwelt zugute kommen. Durch diese Investition kann ein Unternehmen versuchen seine Emissionen auszugleichen. Kompensation kommt aus dem Lateinischen und bedeutetet ausgleichen, ersetzen. Bei diesem Gedankengut geht man davon aus, dass jedes Unternehmen für sein Handeln Verantwortung übernimmt. Das Ziel der Kompensation ist es, am Ende die entstandenen Treibhausgasemissionen klimaneutral zu stellen. Je mehr Emissionen ein Unternehmen verursacht, desto größer muss die Kompensation sein, damit am Ende eine Klimaneutralität gegeben ist. Damit ein Unternehmen diesen Weg nicht alleine gehen muss, haben sich zahlreiche Anbieter darauf spezialisiert, diese auf den Weg zur Klimaneutralität zu begleiten. Dabei gibt es eine Vielzahl an Projekten, die ein Unternehmen durch Spenden unterstützen kann. Am Ende des Prozesses erhalten Sie ein Zertifikat, welches Ihr Unternehmen als Freund unseren Klimas bestätigt. Doch wie genau sehen solche Projekte aus und was haben die verschiedenen Anbieter zu bieten? In den nächsten zwei Abschnitten werden Sie einige konkrete Projekte sowie verschiedene Anbieter kennenlernen.

Die Qual der Wahl der Projekte für die CO2-Kompensierung

reisekostenerstattungViele Anbieter sind auf diesen Zug der CO2-Kompensation aufgesprungen und helfen den Firmen und Unternehmen ihre Emissionen zu neutralisieren. Verschiedene Anbieter werden im nächsten Abschnitt genauer unter die Lupe genommen und verglichen. Zunächst einmal gilt es die möglichen Kompensationen in Form von Projekten zu betrachten. Letztendlich ist eine CO2-Kompensation eine finanzielle Unterstützung solcher Projekte. Dabei gibt es heutzutage eine Vielzahl an Möglichkeiten, in welche Projekte ein Unternehmen investieren kann. Diese Entscheidung ist natürlich auch vom Image und der Ausrichtung der Firma abhängig. Es ist nicht immer einfach bei all den Angeboten den Überblick zu bewahren, deshalb sollen zur Verständigung einige mögliche Projekte exemplarisch aufgeführt werden. Die Anbieter stellen sicher, dass die Klimaschutzprojekte seriös sind und überprüfen diese zuvor sorgfältig. Dabei wird ein Projekt nach dem CDM (Clean Developement Mechanism) und dem Gold Standard überprüft. Erst wenn hier alle Kriterien erfüllt sind, wird ein Projekt zugelassen. Somit kann ein Unternehmen sicher sein, dass die Unterstützung auch wirklich ankommt. Doch welche Projekte gibt es nun konkret? Durch die Kompensation können Menschen in Afrika mit Trinkwasser versorgt werden. Es wird in einen nachhaltigen Walschutz investiert oder in Windkraft. Die Projekte kommen somit primär den Schwellenländern zugute, die die Auswirkungen der Klimaveränderungen bereits am deutlichsten spüren. Aber natürlich gibt es auch Projekte, die im eigenen Land umgesetzt werden. In Deutschland kann man die erneuerbaren Energien unterstützen und für neue Windkrafträder sorgen oder neue Baumsiedlungen pflanzen lassen. ClimatePartner, einer der Anbieter, kümmert sich um die folgenden Projekte: Wasserkraft im Virunga Nationalpark, Waldschutz in Papua-Neuguinea oder Kohleaussieg in Kolumbien. Atmosfair hat eine neue Klimaschutzkampagne für Nepal unter dem Namen „Neue Energie für Nepal“ ins Leben gerufen, welche den Wiederaufbau von Infrastruktur und Häusern unterstütz, die aufgrund des schweren Erdbebens zerstört worden sind. Weitere Gold Standard Projekte sind der Bau effizienter Öfen in Nigeria, Lesotho und Ruanda, solarthermische Heizanlagen in Südafrika und effiziente Holzvergasöfen in Indien. Alternativ zur Wind- kann auch in Solar- oder Wasserkraft investiert werden, wie zum Beispiel das Projekt von Atmosfair in Honduras. Das kleine, umweltfreundliche Wasserkraftwerk soll die umliegenden Dörfer mit sauberem Strom versorgen. Einige Solarprojekte findet man in Senegal, Äthiopien, Sambia und vielen anderen Ländern. Fall Sie sich für Projekte mit Biogas und Biomasse interessieren, werden Sie bei Atmosfair ebenfalls fündig. Biogas ermöglicht es armen Haushalten mit Gas zu kochen, spart Brennstoffe ein und produziert nebenbei noch Dünger. In Nepal gibt es das Projekt der Kleinbiogasanlage, in Indien wird Strom aus Ernteresten erzeugt und in Kenia produziert man Biogas aus Kuhdung. Sollte ihre Firme hingegen sehr viel Müll produzieren, so würde es sich anbieten, sich für neue Müllsysteme einzusetzen. In Indonesien gibt es ein Projekt für ein dezentrales Abfallmanagement. Dabei engagieren sich lokale Bewohner und sammeln den Müll ein, um diesen auf Recyclinghöfe zu bringen. Die Projekte von Myclimate sind ebenfalls sehr breit gefächert. Egal ob Abfallmanagement, Kompostierung, Wasser, Biogas, Energieeffizienz, Solar oder Wald- und Landnutzung, für jeden lässt sich hier ein passendes Projekt finden. Ein konkretes Beispiel für ein globales Projekt ist die Reinigung von Trinkwasser durch UV-Strahlung in Uganda. Auch lokale Projekte können unterstütz werden, wie die Renaturierung von Schweizer Mooren. Klimaaktiv verweist auf die Wichtigkeit solcher Projekte nicht nur im Kontext des Klimas, sondern auch für die Stärkung vom Sozial-, Bildungs-und Wirtschaftswesen. Wer von der globalen Welt profitiert, sollte auch in sie investieren und für einen Ausgleich sorgen. Unser Profit sollte nicht zulasten anderer Länder gehen. Mit den Projekten werden deshalb auch die regionale Wirtschaft, die Bildung und der soziale Standard in anderen Ländern verbessert.

Die kleinen Helfer für die CO2-Kompensierung in Ihrem Unternehmen

Einige Anbieter haben sich darauf spezialisiert, den Unternehmern beim Greenwashing zu helfen. Hier werden nun die Anbieter Klimaaktiv, Atmosfair, Climatepartner, Compensio und Myclimate vorgestellt. Worin genau unterscheiden sich die Anbieter?
Klimaaktiv wirbt damit, dass man mit Ihnen zum klimaneutralen Unternehmen wird, indem sie hochwertige Ausgleichszertifikate anbieten. Dabei helfen sie Ihnen eine CO2-Bilanz ihres Unternehmens zu erstellen, beraten Sie bei der richtigen Wahl für ein Klimaschutzprojekt und stellen für Ihre Firma ein individuelles Portfolio zusammen. Ein weiterer Pluspunkt sind die hochwertigen Ausgleichszertifikate nach dem Gold Standard. Zuletzt besteht auch die Option einer Emissionsminderungsgutschrift aus gemeinnützigen Projekten. So können Sie bereits heute in eine klimaneutrale Zukunft investieren, obwohl Ihr Unternehmen vielleicht momentan gar keinen Grund zur Kompensation hat. Manchmal ist es eben sinnvoll vorausschauend zu agieren. Sie können jederzeit mit Klimaaktiv Kontakt aufnehmen und sich ein individuelles Angebot einholen.
ClimatePartner zählt bereits Lavera, Canon, My-Coffee-Cups, TIER Mobility, AldiSüd und viele weitere namenswerte Unternehmen zu ihren Kunden. Dabei begleitet Sie der Dienstleiter in fünf Schritten zu einem klimaneutralen Unternehmen. Im ersten Schritt wird der CCF (Corporate Carbon Footprint) Ihres Unternehmens berechnet. Dies entspricht Ihrer CO2-Bilanz. In Schritt zwei wird diese Berechnung für Ihre verkauften Produkte oder Dienstleistungen erneut durchgeführt: PCF (Product Carbon Footprint). Nach der Bilanz kann nun in Schritt drei gehandelt werden. Gemeinsam mit ClimatePartner entwickeln Sie eine Klimaschutzstrategie, um Ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Im vorletzten Schritt setzen Sie diese Strategien um und produzieren klimaneutrale Produkte und Dienstleistungen. Zuletzt wird die Kommunikation in Schritt fünf großgeschrieben. Sie werden bei dem Marketing und der Kommunikation Ihres Engagements unterstützt. Um Ihnen bei diesen fünf Schritten tatkräftig zur Seite zu stehen, greift ClimatePartner auf IT-Unterstützung, die Supply-Chain-Lösung, Science based Targets, CDP und die Allianz für Entwicklung und Klima zurück. Hier wird somit nicht nur Ihr Unternehmen, sondern auch Ihr Produkt klimaneutral.
Atmosfair begleitet Dienstleistungsunternehmen und produzierendes Gewerbe, egal ob große oder mittelständische Unternehmen. Dabei haben sie ihren Schwerpunkt auf die Kompensation von Flugverkehr gelegt.Im Zusammenhang mit dem Bundesumweltministerium entstand 2004 das Forschungsprojekt mit dem Ansatz einer freiwilligen Kompensation von Flügen. Bei einem Dienstleistungsunternehmen wird nach internationalen Standards eine CO2-Bilanz aufgestellt, aufgrund derer eine Beratung über Kosten und CO2 sparen stattfindet. Die Besonderheit bei Atmosfair ist, dass sich Firmen ein eigenes Klimaschutzprojekt auf die Beine stellen können. Die Vorteile eines eigenen Projektes liegen in der Flexibilität, da Sie den Umfang ihren Bedürfnissen anpassen können. Auch ein hohes Maß an Sicherheit ist gegeben, weil Sie auf jeden Fall einen Zugang zu hochwertigen CO2-Zertifikate unabhängig von der Marktentwicklung erhalten. Als Projektgründer können Sie zudem einen großen Einfluss auf die Gestaltung des Projektes ausüben. Nicht zuletzt differenzieren Sie sich durch die Exklusivität Ihres Projektes von anderen Unternehmen. Atmosfair ist somit der Vermittler zwischen Ihrem Unternehmen und den lokalen Partnern, denen das Projekt zugute kommt.
Eine letzte Besonderheit bietet der Anbieter Compensio. Hier hat man als Privatanwender die Möglichkeit eine App zu nutzen, die die eigenen Emissionen berechnet. Falls nicht das ganze Unternehmen CO2-Kompensierung betreiben will, können so auch einzelne Geschäftsfrauen und -Männer auf ihren Co2-Ausstoß achten. Die App können Sie sich ganz einfach im App Store oder bei Google Play herunterladen. Zusätzlich zur App gibt es eine Software mit individuellen Tools. Somit kann jedes Unternehmen alle Flüge, Fahrten und Transporte im Überblick behalten. Mit einem Klicken können Sie hier jederzeit eines Ihrer Wunschprojekte unterstützen. Sofort wird Ihre Spende umgesetzt und ein Baum in Äthiopien gepflanzt. Sie können also ganz einfach alle Daten, wie zum Beispiel Benzinverbrauch, geflogene Kilometer oder Stunden selbst eintragen. Die Software gestattet Ihnen ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Transparenz im Unternehmen, auf die sie jederzeit Zugriff haben. Dort finden Sie auch die verschiedenen Projekte aufgelistet. Falls Sie sich doch für eine persönliche Beratung entscheiden sollten, können Sie sich auf Wunsch jederzeit an Compensio wenden. Dort werden Ihre eingegebenen Daten analysiert, um Ihnen bei der CO2-Reduktion zu helfen.
Myclimate versammelt erfahrene Experten rund um die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Ihr Ziel ist es, durch Beratung, Bildung und Klimaschutzprojekte den Wandel zu Verlangsamen und die Welt für diese Bereiche zu sensibilisieren. Mit ihrer Strategie konnten sie 2017 den Prix Balance für die Vereinbarkeit des Berufs-und Privatleben und 2015 den Schweizer Nachhaltigkeitspreis prix-eco gewinne. Das Team besteht aus über 80 Menschen und kooperiert mit Partnerorganisationen aus acht verschiedenen Ländern. Dabei wird ins Besondere sowohl auf lokalen als auch globalen Klimaschutz wertgelegt. Der Fokus liegt dabei auf Projekten für nachthaltige Energiegewinnung. Die Dienstleistung von Myclimate reicht vom Carbo Footprints über Ökobilanzen von Produkten bis zu einem ganzheitlichen Management. Konkret werden die Emissionen bei der Nutzung von Flug, Auto und Kreuzfahrt berechnet sowie der ökologische Fußabdruck im Haushalt, in Firmen oder bei Events. Falls Sie noch unsicher sind oder immer mal wieder an den Neuigkeiten von Myclimate teilhaben wollen, können Sie sich ganz einfach beim Newsletter anmelden. So verpassen sie keine neuen Projekte und sind immer auf dem aktuellen Stand.
Nun noch einmal die Unterschiede der fünf Anbieter im Überblick: Mit Klimaaktiv können Sie bereits vorbeugend in eine klimaneutrale Zukunft investieren. Bei ClimatePartner wird sichergestellt, dass ihr Produkt von der Produktion bis zum Verkauf in fünf Schritten klimaneutral bleibt. Atmosfair bietet Ihnen die einmalige Gelegenheit ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen und nicht nur in ein bereits bestehendes Projekt zu investieren. Bei Compensio haben Sie durch eine App bzw. einen eigene Software die Möglichkeit, die Daten selbst zu verwahren und durch einen Klick eine Spende auszulösen. Diese wird dann für ein Klimaprojekt ausgegeben. Für Myclimate spricht die jahrelange Erfahrung, die Qualität, welche nicht zuletzt durch die gewonnen Preise bestätigt wird, und der intensive Kontakt. Hier sind Sie von Anfang an, von der ersten Skizze bis zur Ausstellung der Zertifikate, mit eingebunden. Bei allen Anbietern erhalten Sie Zertifikate für Ihr Umwelt-Engagement. Egal welchen Anbieter sie wählen sollten, achten Sie immer auf die CDM und Gold Standard-Zertifikationen. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihre Kompensation auch wirklich einen Ausgleich schafft und ihr Geld auch ankommt. Dabei sollten Sie nicht vergessen, dass das Ideal nicht die CO2-Kompensation ist, sondern es Ihr Ziel sein sollte, gar keine Kompensation nötig zu haben. Sollten Sie sich für eine CO2-Kompensation in Ihrem Unternehmen entscheiden, übermittelt Intertour alle möglichen Daten und sorgt so für einen reibungslosen Ablauf.

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